Chronik


Auszug aus der Vereinschronik des Krieger- und Bürgervereines.

Nach Beendigung des Feldzugs 1870/71 wurde im deutschen Vaterland der Gedanke wach, Kriegervereine zu gründen.

Im Jahre 1874 wurde in Winterhausen unter der damaligen Vorstandschaft von Adolf Schmidt der hiesige Krieger- und Kampfgenossenverein gegründet. Am 25. Juli konnte bereits die Fahnenweihe begonnen werden, an welcher sämtliche umliegende Ortschaften teilnahmen.

Der Vorstand Johann Zapf konnte am 15. September 1895 das Fest einer Denkmalenthüllung vornehmen, für die Feldzugsoldaten von 1870/71, welche Gott sei Dank alle gesund ihre Heimat Winterhausen wieder sehen konnten. Das Denkmal steht unmittelbar neben der Kirche in Form eines Obelisken.

Im Jahre 1934 feierte man das 60jährige Bestehen des Vereines mit der Enthüllung eines Ehrenmales für die im 1. Weltkrieg gefallenen Kameraden.

Dieses Ehrenmal aus ungefähr 5 Kubikmeter Findlingen errichtet trägt zum Abschluss einen Helm. Unzählige Feldsteine aus der Winterhäuser Flur wurden in Form eines eisernen Kreuzes zusammen gelegt und gilt als Wahrzeichen echter treuer Kameradschaft.

Im Frühjahr 1945 wurde der Verein unter der Besatzungsmacht verboten und aufgelöst. In Anbetracht der Liebe zur Heimat führten einige Männer den neu ins Leben gerufenen Bürgerverein unter der Vorstandschaft von Christian Gehringer, ab dem 20. Dezember 1949 nach alter Tradition weiter.

Am 17. Januar 1954 wurde unter dem 1. Vorstand Wilhelm Dürr eine Generalversammlung einberufen, wobei unter Punkt 5 der Tagesordnung "Vereinigung mit dem früheren Kriegerverein" stand.

 

Damit war der Bürger- und Kriegerverein gegründet.

 

Mitgliederstand 1954: 176